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	<title>Überwachung &#8211; Das Power-Datenschutzkonzept</title>
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	<description>Ihr Freund und Datenschutzbeauftragter Julius S. Schoor</description>
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		<title>Chinesische Regierung plant Totalüberwachung und die Bürger stimmen zu.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julius S. Schoor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jul 2018 19:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Was bei uns Datenschützer, Verbraucherzentralen und das Bundesverfassungsgericht auf den Plan rufen würde, stößt in China auf breite Zustimmung: Die chinesische Regierung und private Konzerne bewerten das Sozialverhalten der Bevölkerung mit einem Punktesystem. Je mehr Punkte, desto vertrauenswürdiger; so das System. Es ist höchste Zeit für einen Blick über den nationalen Tellerrand. Ausgangslage Die Regierung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was bei uns Datenschützer, Verbraucherzentralen und das Bundesverfassungsgericht auf den Plan rufen würde, stößt in China auf breite Zustimmung: Die chinesische Regierung und private Konzerne bewerten das Sozialverhalten der Bevölkerung mit einem Punktesystem. Je mehr Punkte, desto vertrauenswürdiger; so das System. Es ist höchste Zeit für einen Blick über den nationalen Tellerrand.<span id="more-2069"></span></p>
<h3><strong>Ausgangslage</strong></h3>
<p>Die Regierung der Volksrepublik China setzte sich ein klares Ziel: Ab 2020 bewertet ein zentrales, verpflichtendes und flächendeckendes Sozialkreditsystem das Verhalten aller chinesischen Bürger und Unternehmen. Dahinter steht ein pädagogischer Gedanke: Die gesamte chinesische Gesellschaft soll zu „aufrichtigem“ Verhalten im Sinne der Kommunistischen Partei erzogen werden. Hochoffiziell spricht die Regierung Chinas vom Ziel, mehr „Vertrauenswürdigkeit“ durch die soziale Bewertung zu erreichen/erreichen zu wollen.</p>
<p>Aktuell laufen in 40 Städten entsprechende Bewertungssysteme im Pilotbetrieb. In der Praxis gibt es Pluspunkte für eine schnelle Bezahlung beim Online-Shopping oder wer das Fahrrad benutzt anstatt mit dem Auto zu fahren. Minuspunkte erhält, wer sein smartes Leihfahrrad nicht wieder ordnungsgemäß anschließt/zurückgibt oder wer alleine in einer großen Wohnung lebt. Die Bewertung des Sozialverhaltens findet unter moralischen Aspekten statt, deren Standards durch die chinesische Regierung definiert werden. Je mehr Punkte, desto vertrauenswürdiger ist der einzelne Bürger – und desto mehr Vorteile bekommt er (dafür). Besonders „aufrichtige“ Bürger oder Unternehmen werden auf sogenannten <em>roten Listen</em> öffentlich hervorgehoben und gewürdigt. Rot steht für das Gute/Positive. Das Verhalten besonders „unaufrichtiger“ Bürger oder Unternehmen wird dagegen auf sogenannten<em> schwarzen Listen</em> publik gemacht. Schwarz symbolisiert das Schlechte/Negative.</p>
<p>Nach der <a href="https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3215138" target="_blank" rel="noopener">Studie der Freien Universität Berlin</a> bestätigten 80 % der insgesamt 2200 befragten chinesischen Bürger bereits freiwillig an einem kommerziellen (Pilot-)Sozialkreditsystem teilzunehmen. Besonders verwunderlich ist diese hohe Akzeptanz, da ein negativer Punktestand im Sozialkreditsystem weitreichende Folgen haben kann: Er erschwert oder erleichtert den Zugang zu einem Kredit, er entscheidet, ob man im Hotel beim Check-In eine Kaution hinterlegen muss oder nicht. Demgegenüber ist ein hoher Punktestand beim Online-Dating hilfreich. Ein niedriger hingegen kann die Chancen auf einen Job schmälern.</p>
<h3><strong>Erklärungsversuche &#8211; warum ist die Zustimmung so hoch?</strong></h3>
<p>Die Zustimmung ist dort am Größten &#8211; so der Grundsatz &#8211; wo die Menschen am Meisten von der Bewertung profitieren. Dem ist auch hier so. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass das System bei 82 % der älteren, männlichen Chinesen, die in Städten mit hohem Bildungsstatus und gutem Einkommen leben, besonders gut ankommt. In ländlichen Gebieten lag sie bei nur 68 % &#8211; vermutlich, da sich auf dem Land nicht alle Vorteile, die sich durch einem hohen positiven Punktestand ausspielen lassen (schnellere Visavergabe oder Express-Schlangen am Flughafen), greif- und verfügbar sind.</p>
<p>Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Befragten das Sozialkreditsystem weniger als Überwachungsinstrument (wie wohl bei uns), sondern vielmehr als Instrument zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Schließung institutioneller und regulatorischer Lücken ansehen. In diesem Zusammenhang verweist die Studie auch auf das vergleichsweise unterentwickelte chinesische Rechtssystem.  Dieses betrifft den Bankensektor zu gleichen Teilen. So gibt es zum Beispiel kein einheitliches Kreditauskunftssystem. Ferner ist die Durchsetzung vieler Gesetze mangelhaft.</p>
<p>Dies begründet aus Sicht der Studienautorin die hohen Zustimmungsraten für die Einführung eines solchen Systems: „In einem Land, in dem die Verbraucher über giftige Babymilch oder kontaminierte Erdbeeren besorgt sein müssen oder Internetbetrüger Hunderttausende von Menschen schikanieren, wird das Sozialkreditsystem als Plattform für verlässliche Information wahrgenommen. Die in westlichen Ländern geübte Kritik an der Sammlung persönlicher Daten rückt damit in China in den Hintergrund.“</p>
<h3><strong>Fazit</strong></h3>
<p>Es ist erschreckend und logisch zugleich: Das System wirkt. Bereits heute haben die Sozialkreditsysteme Einfluss auf das Verhalten der chinesischen Bürger. Von den Befragten gaben 72 % demnach an, sich bei ihrer Kaufentscheidung davon beeinflussen zu lassen, wie die Sozialkredit-Bewertung des Unternehmens ist, das die Produkte oder Services anbietet. 18 % haben – so die Umfrageergebnisse – ihr Posting-Verhalten in sozialen Netzwerken verändert und Kontakte entfernt, weil der Umgang mit diesen Kontakten potenziell negativen Einfluss auf die eigene Bewertung hätte haben können.</p>
<p>Während wir uns über die Chinesen wahrscheinlich verwundert die Augen reiben, darf nicht in Vergessenheit geraten, dass auch wir uns bei (finanziellen) Entscheidungen von Bewertungen (ver-)leiten lassen. Hierzulande spielt insbesondere bei der Kredit- und Wohnungsvergabe die <a href="https://www.power-datenschutz.de/schufa-score-kritik/" target="_blank" rel="noopener">SCHUFA AG eine zentrale (und nicht unzweifelhafte) Rolle</a>. Das Punktesystem der Sozialkredit-Bewertung teilt mit der Schufa das gleiche Schicksal: Es ist intransparent. Mehr als 30 % der Studienteilnehmer gaben an, gar nicht zu wissen, wie der Punktestand errechnet wird. Die Schufa nennt die Berechnung des Scorewertes „Betriebsgeheimnis“ und muss den Berechnungsalgorithmus auch nicht offenbaren. Darüber entschied unlängst das höchste deutsche Zivilgericht (<a href="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2018/07/vi_zr_156-13.pdf" target="_blank" rel="noopener">Bundesgerichtshof, Urteil v. 28.01.2014 &#8211; VI ZR 156/13</a>).</p>
<p>Ob auch ein Chinese oder eine Chinesin bis vor dem höchsten chinesischen Gericht auf (mehr) Transparenz klagt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie sehen Sie das Punktesystem der Sozialkredit-Bewertung?</p>
<p>Könnten Sie sich ein solches System auch in Deutschland vorstellen?</p>
<p>Ich bin auf Ihre Kommentare gespannt!</p>
<p>__</p>
<p>Titelbild (CCO Public Domain)</p>
<p>__</p>
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		<title>Was haben ein Vibrator, Weihnachten und Datenschutz gemeinsam? Mehr als gedacht&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[3plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2017 22:37:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen. Weihnachten steht vor der Tür &#8211; die Zeit für Familie, festliches Essen und Geschenke. Die Frage &#8222;Was soll ich verschenken?&#8220; kann für ungemütliche Weihnachtsstimmung sorgen. Der Anspruch steigt und die Angebotsvielfalt ist uferlos. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Sie Ihre persönlich(st)en Daten nicht verpackt und mit Schleife dekoriert [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen. Weihnachten steht vor der Tür &#8211; die Zeit für Familie, festliches Essen und Geschenke. Die Frage &#8222;Was soll ich verschenken?&#8220; kann für ungemütliche Weihnachtsstimmung sorgen. Der Anspruch steigt und die Angebotsvielfalt ist uferlos. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Sie Ihre persönlich(st)en Daten nicht verpackt und mit Schleife dekoriert unter den Weihnachtsbaum legen! Auch die Erotikindustrie entdeckte das Weihnachtsgeschäft und nutzt es für sich. Doch schon bei der Wahl der Geschenke muss man sich vor Augen führen, wer hier letztlich der Beschenkte sein soll. Kurzum: <strong>Möchten Sie ein Produkt verschenken oder ein Produkt erzeugen? </strong><span id="more-1824"></span></p>
<h3>Problemaufriss &#8211; Vibrator mit WLAN und Kamera</h3>
<p>Neben Erotikartikeln in Weihnachtskalendern ist die Vielfalt der Angebotspalette auch für Heiligabend grenzenlos, jede Nachfrage findet ein passendes Angebot.</p>
<p>Der technologische Fortschritt zeigt sich auch hier: So gibt es beispielsweise inzwischen Vibratoren, die vom anderen Ende der Welt mittels App oder aber über das heimische WLAN  ferngesteuert werden können. Das ist allerdings längst noch nicht alles. Nunmehr berücksichtigt der Markt auch die Nachfrage nach Vibratoren mit Kamera. Auf den Seiten der Hersteller heißt es hierzu: „&#8230;Momente der Liebe durch aufgenommene Bilder und Videos zum Leben erwecken&#8230;.“</p>
<p>Versetzen Sie sich in die Situation, die auf einer wahren Begebenheit basiert und <a href="https://www.golem.de/news/sammelklage-gegen-we-vibe-vibratorhersteller-zahlt-entschaedigung-in-millionenhoehe-1708-129536.html" target="_blank" rel="noopener">in den USA zu einer Millionen-Dollar-Klage</a> (für den Hersteller) führte: Wegen einer sich anbahnenden Geschäftsreise schenkte ein Mann seiner Frau einen Vibrator zu Weihnachten, um die Zeit der Fernbeziehung „entspannter“ zu überbrücken. Dabei ahnte der Mann nicht, dass er nicht nur ein Produkt verschenkte, sondern ebenfalls ein neues Produkt erzeugte, nämlich die Intimsphäre seiner Frau.</p>
<p>Denn eben dieser Vibrator besaß eine Kamerafunktionalität. Ob diese Funktion zwingend notwendig ist und welche &#8222;Vorteile&#8220; hiermit verbunden sind, bleibt Ihrer Fantasie überlassen und soll vorliegend nicht näher beleuchtet werden.</p>
<p>Gleichwohl ist hierbei interessant, dass durch die zusätzliche Implementierung einer Kamerafunktion naturgemäß höchst intime Momente erfasst werden, welche im Rahmen des Datenaustausches &#8211; hier durch Übermittlung der aufgenommenen Kamerabilder &#8211; selbstverständlich durch Hacker an- und abgreifbar sind.</p>
<p>Dabei bedarf es im Zweifel nicht einmal eines Hackerangriffs im klassischen Sinne. Denn häufig ist es so, dass das Webinterface mit voreingestellten Zugangsdaten ausgestattet ist, wobei die SSID des WLAN-Access-Points direkt nach dem Gerät benannt wird. Benutzername und Passwort sind standardisiert &#8211; d.h. beim Kauf der Endprodukte immer gleich. Damit wird jedem Laien klar, dass der Angriff auf diese standardisierten Sicherheitseinstellungen nahezu einladend wirkt. Auch im Internet gibt es bereits zu Hauf Anleitungen, wie man ohne großen Aufwand auf die Gerätschaften zugreifen kann.</p>
<p>So geschehen.</p>
<p>Die Vorstellung, dass ein 15-Jähriger aus Bandar Seri Begawan oder auch gerne ein 80-Jähriger aus Castrop-Rauxel in Deutschland, Ihre intimsten Momente mitverfolgen und aufzeichnen kann, ist nicht nur frappierend, sondern bezieht sich auch auf alle anderen vergleichbaren Endgeräte. Denken Sie dabei insbesondere an Babyfongeräte, die ebenfalls vorkonfigurierte und immer gleiche „Sicherheitseinstellungen“ aufweisen und damit kinderleicht angreifbar sind.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Zunächst einmal drängt sich die Frage auf, ob die Kamerafunktion für die Funktionalität eines Vibrators notwendig ist und wenn ja, um welchen Preis? Diese Frage muss sich jeder im Hinblick auf den Schutz seiner Daten und die Wahrung der Intimsphäre selbst beantworten. Letztlich besteht nicht nur die Gefahr des Datenmissbrauchs durch (kriminelle) Dritte &#8211; wie beispielsweise Hacker &#8211; sondern schon die reguläre Datenerhebung und Speicherung auf den Servern der Hersteller/Anbieter ist höchst problematisch. In dem erwähnten Fall in den USA willigte der Vibrator-Hersteller inzwischen ein, jedem US-Nutzer die Summe von 10.000 US-Dollar (etwa 9.350 Euro) als Entschädigung zu zahlen, dessen Daten über die App auf den Servern des Unternehmens gespeichert wurden.</p>
<p>Schaffen also erst gar keine Gelegenheit, dass solche Daten von Ihnen und über Sie erhoben, übertragen und gespeichert werden.</p>
<p>Gleiches gilt für Babyfongeräte, Webcams und Selfie Kameras. Wenn die visuelle Aufzeichnung/Überwachung nicht nötig ist, dann kleben Sie die Kameralinse doch einfach ab.</p>
<p>Darüber hinaus sollten Sie voreingestellte Passwörter umgehend ändern. Der Maßstab für <a href="https://www.power-datenschutz.de/sichere-passwoerter/" target="_blank" rel="noopener">„sichere“ Passwörter wurde auf diesem Blog bereits vorgestellt.</a></p>
<p>Wie stehen Sie zu diesem Thema?</p>
<p>Lassen Sie es mich wissen und kommentieren Sie diesen Beitrag!</p>
<p>__</p>
<p>Titelbild (CCO Public Domain)</p>
<p>__</p>
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		<title>Snap Map &#8211; kindliche Avatare (ver)bergen ernstzunehmende Gefahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julius S. Schoor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jul 2017 10:55:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anleitung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Instant-Messaging-Dienst im Jahre 2017 muss definitiv mehr können, als „nur“ Nachrichten und Bilder zu versenden. Snapchat schlug daher einen anderen Weg ein und verzückt die Nutzer mit ständig wechselnden Filtern, die wahlweise das gesamte Bild oder nur Teile des Kopfes „verschönern“ (sollen). Trotz des permanenten Wechsels der Filter (zur Wahl stehen beispielsweise verspiegelte Pilotenbrillen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Instant-Messaging-Dienst im Jahre 2017 muss definitiv mehr können, als „nur“ Nachrichten und Bilder zu versenden. Snapchat schlug daher einen anderen Weg ein und verzückt die Nutzer mit ständig wechselnden Filtern, die wahlweise das gesamte Bild oder nur Teile des Kopfes „verschönern“ (sollen). Trotz des permanenten Wechsels der Filter (zur Wahl stehen beispielsweise <i>verspiegelte Pilotenbrillen, bunte Haarkränzen oder eine Einhorn-Animationen</i>)<i> </i>musste etwas Neues her. Im Wettbewerb um mehr Aufmerksamkeit (und mit Konkurrenten wie <i>Instagram</i> im Nacken) wurde die <em>Snap Map</em> eingeführt.</p>
<p>Wer und was durch diese Map zu finden ist, lesen Sie hier.<span id="more-1630"></span></p>
<h3><b>Was ist die <em>Snap Map</em> eigentlich?</b></h3>
<p>Die Funktion <em>Snap Map</em> ermöglicht es den Nutzern nicht nur, den Standort ihrer neuesten Aufnahme wie bislang via einfügbarer Ortsfilter mitzuteilen, sondern der eigene Aufenthaltsort wird immer angezeigt, wenn die App läuft (ob im Vorder- oder Hintergrund spielt dabei keine Rolle).  Der Pin mit dem eigenen Bitmoji-Avatar auf der Karte ändert und aktualisiert sich ständig, sobald sich der Nutzer (mit dem Smartphone) fortbewegt. Jede Bewegung lässt sich auf diese Weise eins zu eins nachverfolgen. Andere Snapchat-Nutzer können mithilfe des Zooms ganz genau sehen und nachverfolgen, wo sich der andere Nutzer gerade befindet; die Nachverfolgung ist auf wenige Meter (erschreckend) genau. Mit dieser Darstellungsgenauigkeit lässt sich sogar erkennen, in welchem konkreten Gebäude sich der User gerade aufhält.</p>
<div id="attachment_1648" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1648" class="wp-image-1648" src="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170723-150950-576x1024.png" alt="" width="300" height="533" srcset="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170723-150950-576x1024.png 576w, https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170723-150950-169x300.png 169w, https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170723-150950-768x1365.png 768w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1648" class="wp-caption-text">Ein Beispiel für die Genauigkeit der Darstellung (von unterwegs)</p></div>
<h3><b>Die kindliche Gestaltung überdeckt die Gefahren der Nutzung</b></h3>
<p>Die Bitmoji-Avatare auf der Karte sind aufwendig gestaltet, detailreich personalisiert und wirklich sehr schön anzuschauen &#8211; sie erinnern ein bisschen an die <a href="http://www.pokemongo.com/de-de/" target="_blank" rel="noopener">App </a><i>Pokémon Go.</i> Dadurch wird der Karten-Funktion etwas Unscheinbares, gar Spielerisches verliehen. Gerade jüngere Nutzer (und das dürfte ein großer Teil der Zielgruppe sein) werden durch die infantile Gestaltung von den eigentlichen Gefahren abgelenkt. Sie werden <em>Snap Map</em> wohl häufig nur aus der Perspektive heraus nutzen, dass sie andere Nutzer oder Hotspots (also Orte, an denen gerade eine hohe Snapchat-Aktivität festzustellen ist) sehen können. Die andere Perspektive, dass die anderen Nutzer im Gegenzug auch sie metergenau orten können, werden die meisten wohl nicht gleich durchdenken.</p>
<h3><b>Snapchat weiß nicht nur wo Sie sind, Snapchat weiß auch, was Sie dort machen</b></h3>
<p>Wenn es Ihnen wie mir geht und Sie sich bereits jetzt schon gruseln, dann müssen Sie stark sein, denn der Snapchat-Verfolgungswahn erreicht noch eine weitere Stufe. Die App erkennt nämlich auch, ob Sie gerade Musik hören (siehe Screenshot), mit dem Auto unterwegs sind oder ob Sie Sport treiben. Diese Aktivitäten werden ebenfalls durch Ihren Bitmoji-Avatar in der Kartenansicht dargestellt. Die App greift hierfür auf andere Programme zu, die Sie gerade auf Ihrem Smartphone ausführen &#8211; beispielsweise die Musik-, Navigations- oder Jogging-App. Aus diesen Daten zählt Snapchat eins und eins zusammen und wenn bei Ihnen <i>„Life is Life“</i> auf die Kopfhörer schallt, dann bekommt Ihr Bitmoji-Avatar eben auch einen Kopfhörer aufgesetzt &#8211; all Ihre Freunde können nun sehen, dass Sie gerade Musik auf den Ohren haben.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-1631" src="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170711-150509-912x1024.png" alt="" width="500" height="561" srcset="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170711-150509-912x1024.png 912w, https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170711-150509-267x300.png 267w, https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170711-150509-768x862.png 768w, https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170711-150509.png 1349w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<h3><b>Schränken Sie Snap Map ein oder (besser) deaktivieren Sie die Funktion ganz</b></h3>
<p>Man muss den Teufel nicht an die Wand malen und vor Gefahren, wie Kidnapping oder Einbrüchen warnen. Doch es soll schon vorgekommen sein, dass sich Nutzer bei Facebook in den Urlaub verabschiedeten und anschließend in eine leergeräumte Wohnung zurückkehren mussten. In solchen Situationen können die Versicherungen möglicherweise von einem Mitverschulden ausgehen und sich bei der Schadensregulierung querstellen. Da ist der Spaß schnell vorbei.</p>
<p>Daher gilt es die Frage zu beantworten: Wie sollten Sie mit der <em>Snap Map</em> verantwortungsbewusst umgehen?</p>
<p>Grundsätzlich sieht Snapchat drei Einstellungsmöglichkeiten der Sichtbarkeit vor:</p>
<ol>
<li><b>Alle Freunde: </b>Sie können immer von all Ihren Freunden auf der Karte (inkl. Ihrer Aktivitäten) gesehen (und verfolgt) werden. Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist dies natürlich die problematischste Einstellung, die Sie NICHT auswählen sollten. Sie ist allerdings standardmäßig (seitens Snapchat) voreingestellt.</li>
<li><b>Ausgewählte Freunde: </b>Die zweite Möglichkeit besteht in der Beschränkung. Hier können Sie einzelne Kontakte Ihrer Freundesliste freigeben &#8211; nur diese können Sie anschließend auf der Karte (vertreten durch Ihren Bitmoji-Avatar) sehen. Diese Einstellung wäre ein Kompromiss, wenn Sie mit Ihren (besten) Freunden und Familienmitgliedern die Funktion nutzen möchten. Pflegen und überdenken Sie jedoch die Auswahl Ihrer freigegebenen Kontakte sehr kritisch und vergessen Sie bitte nicht, dass Smartphones auch (durch Diebstahl oder Verlust) in fremde Hände gelangen können.</li>
<li><b>Ghost Mode (nur ich): </b>Schlussendlich bleibt Ihnen die dritte Möglichkeit: Mit dem sog. „Ghost Mode“ sehen Sie all Ihre Freunde (die die Einstellung 1 oder 2 wählten) und können alle anderen Funktionen der <em>Snap Map</em> nutzen. Der entscheidende Unterschied besteht aber darin, dass Sie im wahrsten Sinne des Wortes ein Geist sind &#8211; Sie werden nicht mehr auf der Karte dargestellt und Ihr Avatar bekommt (für die eigene Darstellung) &#8211; statt dem Kopf &#8211; ein snapchateigenes Geist-Symbol.</li>
</ol>
<div id="attachment_1635" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1635" class="wp-image-1635" src="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170711-150546-169x300.png" alt="" width="300" height="533" srcset="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170711-150546-169x300.png 169w, https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170711-150546-768x1365.png 768w, https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170711-150546-576x1024.png 576w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1635" class="wp-caption-text">Hier sehen Sie die erfolgreiche Anwendung des &#8222;Ghost Mode&#8220;</p></div>
<h3><b>Fazit</b></h3>
<p>Auch wenn Sie sich für die dritte Option entschieden, kennt Snapchat weiterhin Ihren Standort, das ist der App immanent. Dem können Sie nur entgehen, wenn Sie auch  gegenüber Snapchat die Standortfreigabe abschalten, indem Sie Ihre Standortdaten ganz ausschalten. Dazu in den Einstellungen des Smartphones die App auswählen, auf &#8222;Standort&#8220; klicken und &#8222;Nie&#8220; wählen.</p>
<p>Falls Sie Ihre Einstellung im Nachhinein ändern möchten: Öffnen Sie die <em>Snap Map</em> und klicken Sie oben rechts auf &#8222;Einstellungen&#8220;. Dort können Sie erneut auswählen, wer sie künftig verfolgen darf.</p>
<p>Im Ergebnis müssen Sie auf nichts verzichten. Ihnen wird nichts vorenthalten, wenn Sie den &#8222;Ghost Mode&#8220; einstellen. Sie entscheiden sich damit nur für einen Filter der besonderen Art: Sie filtern die Mitteilung Ihres Standortes und Ihrer Aktivitäten gegenüber Ihren Snapchat-Kontakten und gegenüber dem Unternehmen selbst.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" src="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2017/07/Screenshot_20170723-150950-576x1024-640x480.png" title="Screenshot_20170723-150950" alt="" /></div>
<p>Für welche Einstellung haben Sie sich entschieden? Schreiben Sie es in die Kommentare und lesen Sie auch meinen <a href="https://www.power-datenschutz.de/snapchat-lustiger-fotospass-oder-bedenklicher-datensauger/" target="_blank" rel="noopener">anderen Artikel zu Snapchat</a> und den Datenschutzbestimmungen!</p>
<p>__</p>
<div id="rf_1-postid_1630" class="rating_form_1" style="display: none;">
<ul class="rating_form cursor spinner3_on">
<li id="rate_1_1u" class="cyto-thumbs-up-2 up_rated" title="Like!"></li>
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<div class="rating_stats">
<div class="rf_stats_header">27 ratings<span class="rf_stats_close">X</span></div>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Like!</th>
<th>Dislike!</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>77.8%</td>
<td>22.2%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
</div>

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		<title>Youngdata &#8211; ein Portal für Datenschutz und junge Leute.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julius S. Schoor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2017 14:55:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anleitung]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Thema Datenschutz gibt es ständig neue Impulse, neue Rechtsprechung und neue Portale, die sich genau diesem Thema verschrieben haben. Youngdata ist das Jugendportal der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder, sowie des Kantons Zürich. Das Angebot ist auf junge Leute zugeschnitten &#8211; möchte aber auch die ältere Generation über Informationsfreiheit, kluges Verhalten im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Thema Datenschutz gibt es ständig neue Impulse, neue Rechtsprechung und neue Portale, die sich genau diesem Thema verschrieben haben. Youngdata ist das Jugendportal der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder, sowie des Kantons Zürich. Das Angebot ist auf junge Leute zugeschnitten &#8211; möchte aber auch die ältere Generation über Informationsfreiheit, kluges Verhalten im Internet und Berichte über die digitale Zukunft unserer Gesellschaft informieren. </br>Ein Überblick.<span id="more-1332"></span></p>
<h4><b>1. Das Dauerangebot </b></h4>
<p>An der linken Seitenhälfte befinden sich Links zu (Dauer-) Themen aus dem Bereich Datenschutz. Hier werden beispielsweise ganz grundlegende Fragen aufgeworfen und konkrete Antworten darauf geliefert:</p>
<p>„<a href="http://www.youngdata.de/datenschutz/was-wird-geschuetzt/" target="_blank">Was wird durch Datenschutz geschützt?</a>“</p>
<p>„<a href="http://www.youngdata.de/datenschutz/welche-rolle-spielst-du/" target="_blank">Welche Rolle spiele ich dabei?</a>“ oder</p>
<p>„<a href="http://www.youngdata.de/datenschutz/datenschutz-tipps/" target="_blank">Mit welchen Tipps kann ich den Datenschutz für mich persönlich erhöhen?</a>“</p>
<p>Auf die letztgenannte Fragestellung antworte das Portal mit den „zehn wichtigsten digitalen Geboten“, die schon für sich genommen ganz zentrale Handlungsmaxime für den Schutz unserer Daten liefern.</p>
<p>Daneben nimmt sich das Angebot aber auch konkreterer Problemfelder an. So werden die Grundprobleme von <a href="https://www.power-datenschutz.de/facebook-vs-datenschutz/" target="_blank">Facebook</a>, <a href="https://www.power-datenschutz.de/recht-auf-vergessenwerden/" target="_blank">Google</a>, WhatsApp und anderen Diensten übersichtlich und verständlich aufgezeigt. Dabei bleiben die Autoren nicht am Punkt der sachlichen Kritik stehen, sondern zeigen hilfreich auf brauchbare Alternativen. Besonders werden hierbei die Bedürfnisse junger Personen in den Vordergrund gerückt. Aber natürlich sind diese Informationen gleichermaßen für Eltern, Verwandte oder Lehrende von großem Interesse. Nicht selten werden sie zu diesem Themengebiet befragt und sollten daher über eine gewisse Expertise verfügen.</p>
<p>Am Beispiel von „<a href="http://www.youngdata.de/whatsapp-skype-co/snapchat/" target="_blank"><em>Snapchat</em></a>“ lässt sich gut erkennen, dass sich die App einerseits bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen steigender Beliebtheit erfreut, andererseits bei Eltern und im Lehrerzimmer teils noch unbekannt ist. Ebenso sind die Probleme aus datenschutzrechtlicher Sicht unbekannt. Youngdata stellt den Foto-, Video- und Nachrichtendienst vor, nimmt sich dem sog. „Sexting-Problem“ an und hält schlussendlich einen Leitfaden bereit, mit dem sich die eigene Privatsphäre trotz Benutzung dieser App schützen lässt.</p>
<h4><b>2. Das aktuelle News-Angebot</b></h4>
<p>Neben den exemplarisch genannten Informationen zu Datenschutz, Cybermobbing und Videoüberwachung, wird die Seite unter „News“ auch ständig mit Neuigkeiten versorgt. Hier lohnt es sich regelmäßig vorbeizuschauen. Die Beiträge werden sorgsam ausgewählt und liefern stets einen Mehrwert, auch wenn man sich nicht speziell für Informationsfreiheit, Überwachung oder digitale Selbstverteidigung interessiert. Gerade die technische Entwicklung, die übergreifende Vernetzung und eine moderne Arbeitswelt bieten genug Schnittstellen, um eigene Berührungspunkte zu entdecken. So könnte es beispielsweise für die eine oder den anderen interessant sein, dass die USA neuerdings vor der Einreise auch Social-Media-Accounts abfragt oder die beliebte Taschenlampen App „Super Bright LED-Flashlight“ eine „Datenkrake“ ist.</p>
<h4><strong>3. Fazit</strong></h4>
<p>Youngdata bereitet zum einen bereits Bekanntes präzise auf und informiert über aktuelle Entwicklungen. Dabei wird eine ganz wichtige Personengruppe in den Fokus gerückt: junge Menschen. Das ist aus meiner Sicht extrem wichtig, denn es geht nicht nur darum, das neuste iPhone Modell richtig zu bedienen, sondern ebenso einen gewissenhaften Umgang mit unseren Daten zu erlernen und eine sichere Handhabung damit zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Ein gesundes Misstrauen zu entwickeln, wann, wo und welche Daten eingegeben werden sollten und wann nicht &#8211; das ist nicht immer leicht und offensichtlich erkennbar.</p>
<p>In diesem Sinne: Früh übt sich.</p>
<p>__</p>
<div id="rf_1-postid_1332" class="rating_form_1" style="display: none;">
<ul class="rating_form cursor spinner3_on">
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</ul>
<div class="rating_stats">
<div class="rf_stats_header">8 ratings<span class="rf_stats_close">X</span></div>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Like!</th>
<th>Dislike!</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
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<td>75%</td>
<td>25%</td>
</tr>
</tbody>
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</div>

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		<title>Urteil zur Unterlassungsklage wegen polizeilicher Videoüberwachung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julius S. Schoor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jun 2016 14:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsurteil]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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					<description><![CDATA[Ja, sie ist ein Kind unserer Zeit: Die allgegenwärtige Videoüberwachung. Und sie ist auch nicht jedermanns Sache &#8211; völlig zu Recht. Denn der Datenschutz ist ein Grundrecht. Ein Recht, selbst zu bestimmen, wer, wann, was von einem wissen darf bzw. nicht. Und so hat sich ein Bürger erfolgreich gegen die aus seiner Sicht omnipräsenten Kameras der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class=""></div>
<div class="">Ja, sie ist ein Kind unserer Zeit: Die allgegenwärtige Videoüberwachung. Und sie ist auch nicht jedermanns Sache &#8211; völlig zu Recht. Denn der Datenschutz ist ein Grundrecht. Ein Recht, selbst zu bestimmen, wer, wann, was von einem wissen darf bzw. nicht. Und so hat sich ein Bürger erfolgreich gegen die aus seiner Sicht omnipräsenten Kameras der Polizei zu wehr gesetzt. Das Urteil hat das Verwaltungsgericht Hannover erlassen (<a href="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2016/06/10-A-462911.pdf" target="_blank">Urt. v. 09.06.2016 &#8211; Az.: 10 A 4629/11</a>).</div>
<div class=""></div>
<p><span id="more-1130"></span></p>
<div class=""></div>
<div class="">
<div class="">
<div class="">
<div class="">
<div class=""><strong>Die 5 wichtigsten Erkenntnisse aus der Entscheidung:</strong></div>
<div class=""></div>
<div class=""><strong>1. </strong></div>
<div class="">Es spielt bei der Bewertung der Rechtmäßigkeit der Installation einer Videoüberwachung keine Rolle, ob die Kamera aufzeichnet oder nur beobachtet. Meines Erachtens nur konsequent zu einer früheren Unterscheidung, wonach es auch schon keinen Unterschied macht, ob die Kamera tatsächlich echt ist, oder es sich nur um einen sog. „Dummy“ handelt &#8211; eine Attrappe also, die nur so aussieht, wie eine echte Kamera.</div>
<div class="">Denn der Betroffene kann weder in dem einen noch in dem anderen Fall erkennen, was für ein Kameratyp ihm gerade gegenüber steht. Insofern darf er stets vom Schlimmsten ausgehen. Und der Maßstab der Prüfung der Rechtmäßigkeit hat sich eben an dieser möglichen subjektiv zulässigen Interpretation zu orientieren.</div>
<div class="">Sprich: Ist dem Betroffenen nicht klar, welchen Kameratyp er gerade vor sich hat, ist bei der Prüfung der Rechtmäßigkeit von einer Kamera auszugehen, die Aufzeichnungen macht. Der Einwand, es handele sich lediglich um eine Kamera, die beobachtet und keine Aufzeichnungen macht, ist für die Prüfung der Rechtmäßigkeit unbeachtlich.</div>
<div class=""></div>
<div class=""><strong>2.</strong></div>
<div class="">Es gibt Situationen, bei denen grundsätzlich eine Videoüberwachung rechtmäßig ist, sofern sie sich an bestimmte Kriterien hält. So kann eine Kamera z.B. zur Verkehrsüberwachung durchaus rechtmäßig sein, solange sie eben nur beobachtet. Besitzt sie darüber hinaus weitere Funktionalitäten, kann sie z.B. auch Aufzeichnungen machen oder ein bestimmtes Fahrzeug heran zoomen, so verlässt diese Kamera den erlaubten Bereich und wird illegal. Es kommt übrigens nicht darauf an, ob diese zusätzlichen Funktionalitäten tatsächlich auch genutzt werden. Es genügt, dass sie die Möglichkeit haben.</div>
<div class=""></div>
<div class=""><strong>3.</strong></div>
<div class="">Ist der Zweck der Videoüberwachung die Kriminalprävention, so kann diese zur Begründung der Rechtmäßigkeit der Videoüberwachung mit den Kriminalitätsstatistiken für Kriminalitätsschwerpunkte belegt werden.</div>
<div class=""></div>
<div class=""><strong>4.</strong></div>
<div class="">Kameras sind per se illegal, wenn es an einer Zwecknennung oder an einer Notwendigkeitsprüfung durch die verantwortliche Stelle fehlt.</div>
<div class=""></div>
<div class=""><strong>5. </strong></div>
<div class="">Eine Klage gegen eine Videoüberwachung kann sich lohnen.</div>
<div class="">In diesem Fall wurden gleich alle 78 Kameras der Polizei zur Beobachtung öffentlich zugänglicher Orte in Hannover, von denen 23 Kameras ständig aufzeichnen, angegangen. Mit dem Urteil sind zwar nicht alle, aber immerhin 56 Kameras abzuschalten. Das sind über 70%.</div>
<div class="">* 37 Kameras hiervon haben mehr Funktionalitäten als zulässig.</div>
<div class="">* 17 Kameras fehlt die Darlegung der Notwendigkeit</div>
<div class="">* Bei einer Kamera kam das Gericht zu einer anderen Auffassung der Einschätzung der Notwendigkeit als die Polizeidirektion. (Und eine Kamera fehlt in der Auflistung.)</div>
<div class=""></div>
<p>&nbsp;</p>
<div class="">Wer das Urteil nachlesen möchte, findet es <a href="http://www.rechtsindex.de/verwaltungsrecht/5590-urteil-zur-unterlassungsklage-wegen-polizeilicher-videoueberwachung" target="_blank">hier</a>.</div>
<div class=""></div>
<p>&nbsp;</p>
<div class="">Schreiben Sie hier Ihre „Lieblingskamera“ auf, von der Sie tagtäglich beobachtet werden. Von welcher Kamera werden Sie täglich verfolgt?</div>
<div class="">
<p>__</p>
<p>Bild (CCO Public Domain)</p>
<p>__</p>
<div id="rf_1-postid_1130" class="rating_form_1" style="display: none;">
<ul class="rating_form cursor spinner3_on">
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</ul>
<div class="rating_stats">
<div class="rf_stats_header">1 rating<span class="rf_stats_close">X</span></div>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Like!</th>
<th>Dislike!</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>100%</td>
<td>0%</td>
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</div>
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</div>
<div class=""></div>
</div>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Wirtschaftsspionage &#8211; Der Mittelstand im Visier</title>
		<link>https://www.power-datenschutz.de/wirtschaftsspionage-der-mittelstand-im-visier/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[3plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2016 13:41:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datensicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[Wirtschaftsspionage ist kein Phänomen der modernen Zeit. Schon immer versuchten Mitbewerber, durch raffinierte Vorgehensweisen in den Besitz innovativer Ideen der Konkurrenz zu gelangen. Heute ist der Diebstahl sensibler Informationen zum Teil mit wesentlich geringerem Aufwand verbunden. Dies liegt vor allem am weitreichenden Einsatz unzureichend geschützter IT-Systeme und Kommunikationstechnik. Laut einer repräsentativen Bitkom-Studie berichten 51 Prozent [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wirtschaftsspionage ist kein Phänomen der modernen Zeit. Schon immer versuchten Mitbewerber, durch raffinierte Vorgehensweisen in den Besitz innovativer Ideen der Konkurrenz zu gelangen. Heute ist der Diebstahl sensibler Informationen zum Teil mit wesentlich geringerem Aufwand verbunden. Dies liegt vor allem am weitreichenden Einsatz unzureichend geschützter IT-Systeme und Kommunikationstechnik. Laut einer repräsentativen Bitkom-Studie berichten 51 Prozent der Unternehmen von Schäden durch Datendiebstahl, Sabotage und Wirtschaftsspionage.<span id="more-1046"></span></p>
<p><strong>100 Milliarden Euro Schäden durch Wirtschaftsspionage</strong></p>
<p>Das Thema Wirtschaftsspionage ist ein seit vielen Jahren bestehendes Problem, unter dem vor allem mittelständische Unternehmen leiden. Der jährliche Schaden für die Wirtschaft wird mit ungefähr 100 Milliarden Euro beziffert. Eine Schadensumme mit großer Relevanz, die eine im April 2015 durch den Bundesverband Informationswirtschaft (<a href="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2016/02/BITKOM-Charts-PK-Digitaler-Wirtschaftsschutz-16-04-2015-final.pdf" target="_blank">Bitkom</a>) veröffentlichte Studie bestätigte. Als Basis diente eine repräsentative Befragung von mehr als 1.000 mittelständischen Unternehmen. Das Ergebnis ist erschreckend. Alleine der Datendiebstahl ist für eine Summe von 51 Milliarden Euro verantwortlich.</p>
<p>Die wertvollen Informationen gelangen über mehrere Wege in die Hände des Mitbewerbs. Einer davon ist die Entwendung von IT-Komponenten und mobilen Endgeräten. Nicht weniger erfolgreich ist das Eindringen in die IT-Systeme und Kommunikations-Infrastrukturen der Unternehmen, wobei die Täter sehr gezielt verschiedene Einfallstore nutzen. Aufgegliedert nach Unternehmensbereichen entfallen 20 % aller Angriffe auf Lager und Logistik. Über den Einkauf gelangen 18 % der gestohlenen Informationen in die Hände der Wirtschaftsspione. Bei 15 % der Angreifer stand die Produktion im Mittelpunkt des Interesses. In Unternehmen mit dem Schwerpunkt Forschung und Entwicklung ab 500 Mitarbeitern zielen 30 % aller Angriffe auf den Bereich Forschung &amp; Entwicklung ab.</p>
<p>Bei den genannten Zahlen ist zu berücksichtigen, dass es sich hier ausschließlich um protokollierte Eindringversuche und erfolgreiche Diebstähle handelt. Die Dunkelziffer ist wesentlich höher.</p>
<p><strong>Innentäter und Social Engineering als größte Gefahr</strong></p>
<p>Die größte Gefahr für den Diebstahl wichtiger Daten geht nur zu einem Teil von externen Spionen aus, die als Besucher oder Praktikanten getarnt, sensible Informationen stehlen. Dies gilt ebenfalls für Geheimdienste, die in nicht unbeträchtlichem Ausmaß Datendiebstähle begehen. Dabei gilt das Hauptinteresse jenen Unternehmen, die sich durch innovative Produkte und Produktionsideen auszeichnen. Da sich solche Firmen vor allem im mittelständischen Bereich bewegen, ist die Gefahr für diese Unternehmensgruppe im Verhältnis größer als für Kleinstunternehmen oder Konzerne. Trotz des Risikos für innovative Unternehmen, Spionageopfer durch ausländische Besucher oder Geheimdienste zu werden, muss das Hauptaugenmerk nach innen und auf das unmittelbare Unternehmensumfeld gerichtet werden.</p>
<p>Der Innentäter ist ein noch aktiver oder ehemaliger Mitarbeiter, der aus unterschiedlichsten Motiven heraus sensible Informationen und Daten an den Mitbewerb weiterleiten. Mit 52 Prozent der Informationsdiebstähle stellt diese Gruppe eine nicht unerhebliche Gefahr dar. Das unmittelbare Unternehmensumfeld definiert sich durch Lieferanten und Kunden, die sich mit einem Anteil von 39 Prozent aller Informationsdiebstähle an der Wirtschaftsspionage beteiligen. Eine weitere Gefahr bildet das Social Engineering mit einer Erfolgsquote von 19 Prozent.</p>
<p>Besonders einfallsreich agiert diesbezüglich der nationale und internationale Mitbewerb bei dieser speziellen Form der Wirtschaftsspionage. Als Marktforschungsinstitute getarnte Interviewer manipulieren die Mitarbeiter am Telefon äußerst geschickt, indem sie gezielte Fragen zu sensiblen Unternehmensbereichen stellen. Aus den Antworten sind die Wirtschaftsspione in der Lage, ein aussagekräftiges Bild zu erstellen.</p>
<p><strong>Verschlüsselung und andere Sicherheitsmaßnahmen unverzichtbar</strong></p>
<p>Zum Schutz der IT und der darin abgelegten Daten gibt es eine Vielzahl an Sicherheitslösungen in Form von Firewalls, Antivirenprogrammen und eine restriktive Rechtevergabe, die einer kontinuierlichen Prüfung unterzogen wird. Nicht zu vergessen die regelmäßigen Softwareupdates, die erkannte Sicherheitslücken schließen. Eine flache hierarchische Dateienstruktur ist zwar aufwendiger zu pflegen, sie reduziert jedoch das Risiko der vererbbaren Rechte und ist in der Lage, die von den Benutzern benötigten Zugriffsrechte möglichst individuell zu vergeben. Um das Unternehmen vor Social Engineering zu schützen, ist ein kontinuierliches Sicherheitsbriefing aller Mitarbeiter ein wichtiges Element des Sicherheitskonzeptes.</p>
<p>Vor Innentätern können sensible Informationen durch eine restriktive Rechtevergabe und der Unmöglichkeit, Daten auf Datenträger zu kopieren, geschützt werden. Um sie vor Angriffen von außen zu schützen, ist die Verschlüsselung durch Verschlüsselungsprogramme wie VeraCrypt eine zielführende Maßnahme. VeraCrypt, das 2013 die Nachfolge von TrueCrypt antrat, eignet sich für die Verschlüsselung unter Windows, Linux und Mac OS X.</p>
<p>Mit dem Wissen um die existierende Gefahr ist es für mittelständische Unternehmen möglich, sich vor Datendiebstahl in hohem Maß zu schützen. So ist jeder einzelne Unternehmer und IT-Verantwortliche in der Lage, den jährlichen hohen wirtschaftlichen Schaden zu reduzieren. Auch wenn Wirtschaftsspionage und Datendiebstähle nie in vollem Umfang zu verhindern sind, so ist bereits die Reduzierung durch selektive Sicherheitsmaßnahmen ein Schritt in die gewünschte Richtung.</p>
<p><b>Tipp:</b><br />
Informieren Sie sich ausführlich zum Thema IT-Sicherheit und über die Verschlüsselungstechnik VeraCrypt. Detaillierte Informationen bietet das <a href="http://www.homepage-baukasten.de/howto/veracrypt-tutorial-dateien-und-ordner-verschluesseln" target="_blank">Tutorial</a>.</p>
<p>__</p>
<p>Bild (CCO Public Domain)</p>
<p>__</p>
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<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Internet der gefährlichen Dinge. </title>
		<link>https://www.power-datenschutz.de/internet-der-dinge-datenschutz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[3plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2016 15:01:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Kühlschrank bestellt selbstständig verbrauchte Lebensmittel, die Matratze überwacht mit einer App die Schlafgewohnheiten und schaltet praktischerweise auch noch das Licht aus, wenn man eingeschlafen ist und das Garagentor öffnet sich wie von Geisterhand, sobald sich das Auto in der unmittelbaren Nähe befindet. Voilà &#8211; das Internet der Dinge. Alle diese Innovationen bringen aber nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kühlschrank bestellt selbstständig verbrauchte Lebensmittel, die Matratze überwacht mit einer App die Schlafgewohnheiten und schaltet praktischerweise auch noch das Licht aus, wenn man eingeschlafen ist und das Garagentor öffnet sich wie von Geisterhand, sobald sich das Auto in der unmittelbaren Nähe befindet. Voilà &#8211; das Internet der Dinge.</p>
<p>Alle diese Innovationen bringen aber nicht nur einen Gewinn. <span id="more-1033"></span></p>
<p><b>Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Internet of Things“ (IoT)</b></p>
<p>Im Wesentlichen versucht das „Internet der Dinge“ eine Schnittstelle zwischen realen Gegenständen und der digitalen Welt zu bieten. Hierfür werden diese physischen Gegenstände ins Netz eingebunden. Einige mittlerweile verbreitete Beispiele finden sich in Form von intelligenten Heizungssystemen, LED-Leuten, die über Apps fern- und farbgesteuert werden und Körperwaagen, die das Gewicht mit den Trainingsdaten aus der durch GPS aufgezeichneten Strecke zusammenführen.</p>
<p>Zukünftig werden immer mehr Geräte auf diese Weise selbstständig miteinander kommunizieren und somit auch Daten austauschen. Nach unterschiedlichen Schätzungen wird es bis 2020 zwischen 25 und 50 Milliarden vernetzte IoT-Geräte weltweit geben. Dieser Trend der unzähligen Nutzungsmöglichkeiten bietet sicherlich diverse Vorteile und ein sehr großes Innovationspotenzial &#8211; jedoch erhöht sich mit jedem Geräte auch die Angriffsfläche für Cyberkriminalität.</p>
<p><b>Eine Idee. Ein Gerät. Viele Gefahren.</b></p>
<p>Grundsätzlich sind Computersysteme, die mit dem Internet verbunden sind, potenziell angreifbar. Dies gilt auch für die smarte Heizzentrale, den Internet-Kühlschrank und die <a href="http://eightsleep.com/#ultimate-experience-container" target="_blank">vernetzte Matratze</a>. Bei der Konzeption und Entwicklung dieser IoT-Systeme ist folglich ein besonderes Maß an Sorgfalt geboten, um das Risiko von gezielten Angriffen gegen diese Geräte zu reduzieren. „Viele Unternehmen sind sich der Sicherheitsgefahren nicht bewusst, die IoT mit sich bringt – oder sie ignorieren diese. Oft nimmt IoT innerhalb ihrer IT-Sicherheitsstrategie keinen hohen Stellenwert ein“, erklärt Roland Messmer, Regional Director Central EMEA von <a href="https://logrhythm.com/de/" target="_blank">LogRhythm</a>. Hier muss man sich natürlich die Frage stellen, was nützt mir ein Türschloss, welches sich per App öffnen und schließen lässt, wenn dies auch ein Einbrecher mit einer entsprechend modifizierten App tun kann?</p>
<p><b>Bremst der Datenschutz den digitalen Fortschritt aus?</b></p>
<p>Einige dieser smarten neuen Lösungen bringen aber einen wirklichen Mehrwert &#8211; deswegen sollte auch die selbstkritische Frage gestellt werden:</p>
<p>Bremsen datenschutzrechtliche Bedanken möglicherweise diesen Trend aus?</p>
<p>Ein Navigationssystem zeichnet die gefahrene Route zu einer entsprechenden Zeit auf und stellt diese Daten anderen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung &#8211; dadurch können Staus vermieden werden. Im Ergebnis eine in vielerlei Hinsicht positive Sache. Aber auf dem Weg zu diesem Ziel müssen unzählige Bewegungsprofile erstellt und ausgewertet werden, um die Staustellen lokalisieren zu können.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel wäre die Sport- und Fitnessmessung mithilfe von Smartwatches. Die Messungen helfen, sich selbst zu motivieren und den eigenen Leistungsfortschritt nachzuvollziehen. Allerdings würden diese Ergebnisse auch die Krankenkassen im Hinblick auf den Gesundheitszustand und damit die jeweiligen Beitragszahlungen wärmstens interessieren.</p>
<p>Als Zwischenergebnis kann also festgestellt werden, dass es durchaus sinnvolle Anwendungsbereiche für die IoT-Technologie gibt, jedoch treten bei der Erhebung und Weiternutzung der hierfür benötigen Daten erhebliche Probleme in puncto Datenschutz und Datensicherheit auf. Deswegen wäre es nur wünschenswert, wenn einerseits seitens der Unternehmen diesem Aspekt mehr Aufmerksamkeit geschenkt würde und der Verbraucher neben der Aufgeschlossenheit gegenüber von neuen Technologien, auch eine gesunde Skepsis entwickelt, ob neue IoT-Geräte die nötigte (Daten-) Sicherheit aufweisen.</p>
<p><b>Fazit</b></p>
<p>Im Ergebnis gibt es also eine schöne neue Welt des Internets der Dinge, in der viele Unternehmen ihren Fokus aus Innovation und Weiterentwicklung setzen, um immer bessere und smartere Lösungen präsentieren zu können. Wichtige Fragen des Datenschutzes werden allerdings eher stiefmütterlich behandelt. Daher sollten Sie sich stets darüber informieren, welche Daten durch die entsprechenden IoT-Lösungen erfasst und ausgewertet werden. Ebenfalls von Interesse sollte sein, wo und wie lange die Daten gespeichert werden. Abschließend spielen die Verschlüsselungstechniken eine wichtige Rolle.</p>
<p>Ein faszinierter Blick auf die vielen Möglichkeiten und Innovationen, die IoT mit sich bringt, kann niemanden verwehrt werden, aber bleiben Sie nicht an diesem Punkt stehen und fragen Sie kritisch nach dem Schutz Ihrer Daten und nach der Sicherheit für Ihr Netzwerk.</p>
<p>__</p>
<p>Wenn Sie sich für die Verbindung und Probleme zwischen Smartwatch und Krankenkasse interessieren, sei Ihnen <a href="https://www.power-datenschutz.de/krankenkassen-gesundheitsdaten/" target="_blank">dieser Artikel</a> empfohlen.</p>
<p>__</p>
<p>Bildquelle</p>
<p>Pixabay (CCO Public Domain)</p>
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		<title>Das Déjà-vu um den BND-NSA-Skandal.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julius S. Schoor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2015 13:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[Der deutsche Geheimdienst BND half wohl der amerikanischen NSA beim Ausspähen der französischen Regierung, der EU-Kommission und anderer europäischen Stellen. Beinahe täglich melden Medien immer neue Vorwürfe gegen den Bundesnachrichtendienst (BND). Nach den Enthüllungen von Edward Snowden im Sommer 2013, mutet die gegenwärtige Affäre der beiden Geheimnisdienste wie ein Déjà-vu an. Konsequenzen? Ausgangssituation  &#8222;Ausspähen unter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Geheimdienst BND half wohl der amerikanischen NSA beim Ausspähen der französischen Regierung, der EU-Kommission und anderer europäischen Stellen. Beinahe täglich melden Medien immer neue Vorwürfe gegen den Bundesnachrichtendienst (BND). Nach den Enthüllungen von Edward Snowden im Sommer 2013, mutet die gegenwärtige Affäre der beiden Geheimnisdienste wie ein Déjà-vu an. Konsequenzen?<span id="more-745"></span></p>
<p><b>Ausgangssituation </b></p>
<p>&#8222;Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht“ &#8211; klarer hätte die Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht sein können, als bekannt wurde, dass der US-Geheimdienst auch ihr Handy abhörte. Damit setzte sie einen klaren Maßstab. Dieser könnte ihr jetzt allerdings zur Verhängnis werden.</p>
<p>Wie WDR, NDR und die Süddeutsche Zeitung berichteten, nutzte der US-Geheimdienst NSA die Abhörstation des BND im bayrischen Bad Aibling, um hochrangige Beamte des französischen Außenministeriums, des französischen Präsidentenpalastes in Paris und der EU-Kommission in Brüssel auszuspähen.</p>
<p>Dazu kamen auch erste konkrete Details ans Tageslicht. Der BND bekam wohl für die Überwachung des Datenverkehrs von Bad Aibling aus viele Suchmerkmale (sogenannte Selektoren) von der NSA vorgegeben. Diese Selektoren bezogen sich beispielsweise auf IP-Adressen oder Telefonnummern zu Zielen in Europa.</p>
<p><b>Politische Tragweite </b></p>
<p>Bereits vor Jahren informierte der deutsche Geheimdienst (BND) das Kanzleramt über die unzulässigen Spähversuche seitens der USA. Hierauf folgte lange keine Reaktion. Erst durch die Nachfragen aus dem NSA-Untersuchungsausschuss, begannen intensive Nachforschungen der Bundesregierung, der seit März detaillierte Informationen zur Geheimdienstaffäre vorliegen.</p>
<p>Zurzeit verlangen folgende Fragen auf eine Antwort: Wer wusste ab wann was von dieser fragwürdigen Zusammenarbeit und warum gab es dazu keine öffentliche Bekanntgabe. Ebenfalls müssen sich die Politiker die Frage gefallen lassen, warum erst jetzt erste Konsequenzen daraus gezogen werden. Die Beantwortung dieser Fragestellungen könnte weitreichende &#8211; auch personelle &#8211; Folgen haben.</p>
<p>Der außenpolitische Druck auf Deutschland steigt durch die jüngsten Enthüllungen deutlich. So fordert Jean-Claude Junker (EU-Kommissionspräsident) Aufklärung von Deutschland. Noch deutlicher wird der Präsident des EU-Partaments, Martin Schulz (SPD): „Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, wäre dies ein gravierender Vorgang“. Ferner sieht die Partei „Die Linke“ die deutsch-französische Freundschaft durch die Geheimdienstaffäre bedroht und beharrt auf einer Regierungserklärung.</p>
<p>Was neben diesen öffentlichen Äußerungen jedoch hinter den Kulissen passierte, kann nur vermutet werden. Nach einem Medienbericht schränkt seit dieser Woche der BND die Kooperation mit der NSA drastisch ein und stellt angeblich keine Informationen zur Überwachung von Internet- und Telefonverbindungen mehr zur Verfügung. Nach Abstimmung zwischen dem deutschen Geheimdienst und dem Bundeskanzleramt, wurde eine präzise Forderung an die USA übermittelt: Zukünftig muss eine klare Begründung für die Überwachung von Personen oder Institutionen geliefert werden &#8211; andernfalls soll der BND nicht mehr im Auftrag der NSA tätig werden.</p>
<p><b>Warum die NAS-Affäre uns alle angeht</b></p>
<p>Trotz der anhaltenden Medienberichterstattung glauben nicht viele Menschen, die BND-NSA-Affäre betreffe sie nicht, da sie „nichts zu verbergen haben“. Außerdem fällt es in der Masse der Meldungen gar nicht leicht, den Überblick zu behalten.</p>
<p>Nach den Offenlegungen von Snowden ahnten netzaffine Bürger, die täglich Privates in den sozialen Netzwerken posten, sich von Google Now rechtzeitig vor einem Termin in ihrem Google Calendar erinnern und die Wegbeschreibung gleich mitliefern lassen, dass Geheimdienste auf ebensolche Informationen zugreifen können.</p>
<p>Wer die einschlägigen Netzdienste nicht so häufig nutzt, fühlt sich folglich auch nicht von den Aktivitäten der Geheimdienste berührt. Dieses Sicherheitsgefühl ergibt sich wohl aus der Tatsache, dass die erhobenen Datenmengen riesig und sehr abstrakten wirken. Gleichermaßen ist dies auch dem Umstand geschuldet, dass sich der „Durchschnittsbürger“ nichts unter dem Begriff „Meta- und Verbindungsdaten“ vorstellen kann.</p>
<p>Am Beispiel von Handy-Verbindungsdaten lassen sich Metadaten anschaulich betrachten. Ein altmodisches Handy &#8211; kein Smartphone &#8211; genügt, um anhand der Einwahl bei den Mobilfunkmasten, ein zeitlich und örtlich genaues Bewegungsprofil zu erstellen. Weiterhin ergeben Dauer, Empfänger und Anzahl der Gespräche und SMS ein Bild des sozialen Umfelds und dies ganz ohne Einbeziehung von Facebook.</p>
<p>Die Sammlung dieser Metadaten und anderer Informationen gehören zum Tagesgeschäft von Geheimdiensten. Aus ihrer Sicht scheint es nachvollziehbar, alle Möglichkeiten zu nutzen und den gesamten Netzverkehr abzufangen und auszuwerten. Allerdings führt das massive Abfischen der (Internet-) Kommunikation dazu, dass wir alle unter Beobachtung stehen und so behandelt werden, als ob wir verdächtig wären.</p>
<p>Festzuhalten ist, dass Überwachung die persönliche Freiheit jedes Einzelnen einschränkt. Das Gefühl überwacht zu werden, führt zu sogenannten Chilling Efects: Man ändert vorauseilend sein Verhalten aus Angst vor negativen Konsequenzen.</p>
<p>Auch wenn die Geheimdienste einen vermeintlich legitimen Zwecken verfolgen, wie die Terror- und Gefahrenabwehr, sind deren Interessen mit den Freiheitsrechten der Bürger abzuwägen. Warum aber im Ergebnis ein Verhältnis 100 gegen 0 zu Lasten des Bürgers entstehen muss, ist dabei nicht nachvollziehbar.</p>
<p>Edward Snowden trifft zu guter Letzt eine ähnlich klare Aussage, wie unsere Bundeskanzlerin, wenn er sagt: „Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, die so etwas macht“.</p>
<p>__</p>
<p>Bildquelle</p>
<p>Pixabay (CCO Public Domain)</p>
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		<title>Ausser Kontrolle? Leben in einer überwachten Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julius S. Schoor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2013 08:16:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausser Kontrolle? Leben in einer überwachten Welt &#8211; eine Ausstellung im Frankfurter Museum für Kommunikation Ach, die schöne neue Welt! Aber haben Sie sich wirklich mal die folgenden Fragen gestellt: Leben wir wirklich sicher, wenn Straßen, Plätze und Gebäude von Videokameras beobachtet werden? Leben wir wiklich sicher, wenn Geheimdienste und andere Sicherheitsbehörden alle unsere E-Mails [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2013/10/Flyer-ausser-kontrolle.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-518 alignleft" alt="Ausser Kontrolle - Leben in einer überwachten Welt" src="https://www.power-datenschutz.de/wp-content/uploads/2013/10/Flyer-ausser-kontrolle-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Ausser Kontrolle? Leben in einer überwachten Welt &#8211; eine Ausstellung im Frankfurter Museum für Kommunikation</h2>
<p>Ach, die schöne neue Welt! Aber haben Sie sich wirklich mal die folgenden Fragen gestellt:</p>
<ul>
<li>Leben wir wirklich sicher, wenn Straßen, Plätze und Gebäude von Videokameras beobachtet werden?</li>
<li>Leben wir wiklich sicher, wenn Geheimdienste und andere Sicherheitsbehörden alle unsere E-Mails scannen, die Internettelefonie überwachen und mich beim Surfen im Internet beobachten?</li>
<li>Ist es wirklich bequem, wenn uns eine Software vorschlägt, was uns interessieren könnte?</li>
<li>Wie weit ist das vermeintliche Gefühl der Sicherheit mit Freiheit überhaupt vereinbar?</li>
</ul>
<p><span id="more-517"></span></p>
<p>Die am 02. Oktober 2013 eröffnete Ausstellung im Frankfurter Museum für Kommunikation zeigt, dass Kontrolle nicht einfach das Verhältnis von Staat zum wehrlosen Untertan darstellt. Kontrolle findet überall dort schon statt, wo Informationen über uns gesammelt werden. Denn sie lenkt uns zu einem vorbestimmten Handeln. Ich verhalte mich automatisch anders, wenn mich andere beobachten als wenn ich für mich alleine bin.</p>
<p>Machen Sie sich selbst ein Bild davon, wie es sich anfühlt, in einer völlig kontrollierten Welt zu leben. Ich bin auf Ihre Eindrücke gespannt!</p>
<p>Die Ausstellung im Frankfurter Museum für Kommunikation (Schaumainkai 53 – Museumsufer) läuft bis zum 23. Februar 2014. Weitere Infos finden sie <a title="Ausser Kontrolle" href="http://www.mfk-frankfurt.de/nc/ausstellung/aktuell/details/events/2328/p1/detail.html" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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