Top 10 Tipps um die Sicherheit im Netz zu verbessern

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Der Datenschutz im Internet ist nicht nur für Kinder ein sehr wichtiges Thema, sondern auch für Erwachsene, die häufig im Netz unterwegs sind. Obwohl viele Menschen der Meinung sind, dass der Datenschutz im Netz im Prinzip überhaupt nicht existiert, kann man trotzdem auch als Laie, seine eigene Sicherheit verbessern. Viele Sicherheitsexperten glauben sogar, dass die meisten Online-Dienste und soziale Netzwerke nur dazu da sind, persönliche Informationen weltweit zu verbreiten.

Die besten Tipps für den persönlichen Datenschutz

  1. Cookies nehmen auf dem Rechner unnötig viel Platz ein, wenn sie nicht regelmäßig gelöscht werden. Sie sind so richtige Datensammler, da sie alle Daten bei der Navigation erfassen, also alle Seiten die wir im Internet besucht haben mit dem entsprechenden Datum und der Zeitangabe. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, die Cookies regelmäßig und vor allem in kurzen Abständen zu löschen. Das ist natürlich auch ein großer Vorteil, wenn der PC auf Viren oder Malware überprüft wird, da die Überprüfung auch die Cookies einschließt und das nur unnötige Zeit in Anspruch nimmt, da man sie viel schneller löschen kann.

 

  1. Der Datenschutz spielt selbstverständlich auch bei den Mailadressen eine sehr wichtige Rolle. Die E-Mail sollte auf keinen Fall persönliche Daten oder Hinweise auf die eigene Identität geben. Wer also dabei seinen kompletten Namen angibt und vielleicht auch noch den Wohnort, braucht sich auch nicht wundern, wenn die Daten nicht geschützt sind. Es ist lohnenswert, eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen zu nehmen. Eine zweite Mailadresse ist empfehlenswert, um sich im Internet bei Online-Anbietern oder Communities anzumelden. Die persönliche Mail sollte nur Vertrauenspersonen vorbehalten werden.

 

  1. Im Netz ist es oft notwendig, seine persönlichen Daten anzugeben, also den Namen, die Adresse und manchmal natürlich auch die Bankverbindungen, wenn es um Online-Käufe geht. Allerdings gibt es auch Fallen, wie beispielsweise bei Meinungsumfragen oder Glücksspielen, wo man sich angeblich unbedingt eintragen muss und auch nach Hobbys oder nach dem Einkommen gefragt wird. Wer Wert auf Datenschutz legt, sollte diese Angaben möglichst vermeiden und sich im Zweifelsfall die Mühe machen, lieber telefonisch erst einmal nachzufragen. Auf keinen Fall darf man seine benützten PINs oder Passwörter herausgeben.

 

  1. Beim Online-Banking und natürlich auch beim Einkauf im Internet ist unbedingt auf verschlüsselte Verbindungen zu achten. Zeigt die aufgerufene Webseite kein „HTTPS“ vor der Internetadresse an, dann bitte auf keinen Fall persönliche Daten preisgeben, da es sich dabei um eine nicht sichere Seite handelt, auch dann nicht, wenn es die eigene Bank für Online-Banking ist.

 

  1. Wer möglichst spurenlos im Internet surfen möchte, kann dies über einen anonymen Proxy machen. Dabei handelt es sich übrigens nicht darum, dass man persönlich etwas zu verbergen hat. Wer einen anonymen Proxyserver benützt, wird von den benützten oder besuchten Webseiten auch nicht durch die eigene IP-Adresse erkannt. Nicht nur unser eigener Service Provider protokolliert in den Logfiles alle von uns aufgerufenen Seiten, sondern auch die Gegenseiten. Dadurch erhalten sie Informationen über unsere IP-Adresse, das benützte Betriebssystem, Browsereinstellungen und natürlich auch über unser Herkunftsland. Diese aufgezeichneten Protokolle lassen sich vermeiden.

 

  1. Obwohl Virenschutz und Firewalls auch nicht zu einem hundertprozentigen Schutz beitragen, vermindern sie das Risiko von ungewünschten Angriffen. Der Personal Firewall ist in der Regel bereits in den Betriebssystemen integriert, das Virenschutzprogramm sollte allerdings regelmäßig aktualisiert werden. Auch die Sicherheitsupdates der installierten Programme sind notwendig, um auf dem Rechner optimale Schutzmaßnahmen zu unternehmen. Es lohnt sich gegebenenfalls, die automatische Update Funktion zu aktivieren.

 

  1. Um sich im Netz zu schützen, darf man auf keinen Fall mit dem Administrator Konto ins Internet gehen. Dafür gibt es bei allen gängigen Betriebssystem die Benutzerkonten, die nur eingeschränkte Rechte haben. Die Admin-Konten sollten in der Regel nur einem vertrauenswürdigen Techniker zugänglich sein oder wenn man selbst hervorragende Computerkenntnisse aufweisen kann. Neue Benutzerkonten lassen sich übrigens kinderleicht auch als Laie auf dem PC oder einem anderen Endgerät einrichten.

 

  1. Aufpassen heißt es auch beim Online-Shopping im Ausland. In vielen Ländern sind die Datenschutzvorschriften viel lockerer als in Deutschland. Vor dem Kauf sollte man sich also unbedingt über die Sicherheit der persönlichen Datenangabe informieren. Werden diese Informationen nicht veröffentlicht oder sind sie beispielsweise in einer anderen Sprache vorhanden, die man nicht ausreichend beherrscht, dann sollte man im Zweifelsfall darauf verzichten oder sich anderweitig erst einmal über die Seriosität vom Anbieter informieren.

 

  1. Ein weiteres Risiko für den Datenschutz können auch die aktiven Inhalte wie beispielsweise JavaScript oder ActiveX sein. Mit diesen Inhalten können zwar manche Webseiten nicht vollständig angezeigt werden, aber dafür können auch über den Browser keine Daten ausgelesen werden. Die notwendigen Einstellungen hierzu werden über dem Browser vorgenommen.

 

  1. Der Datenschutz kann nicht gewährleistet werden, wenn man häufig kostenlose Programme vom Internet herunterlädt. Es ist auf jeden Fall vorher abzuwägen, ob man auch wirklich auf diese Programme angewiesen ist oder nicht, da es sich dabei durchaus um Malware oder um Spyware handeln kann, also um Programme die nur Schaden anrichten oder Daten ausspionieren. Auch hier lohnt es sich, wenn man sich über die jeweiligen Anbieter vorher genauestens informiert.

Dieser Artikel ist im Rahmen eines Gastbeitrags erschienen.

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Titelbild (CCO Public Domain)

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Über den Autor

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Sie können auch ihn direkt über Facebook erreichen.

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