Beiträge in der Kategorie: datenschutz

Mein Recht auf Auskunft gem. Art 15 DSGVO und wie ich es geltend machen kann

Das Datenschutz wäre ohne das Auskunftsrecht, wie ein US-Marine ohne seine M16 – ziemlich nutzlos. Nicht nur das eigene Interesse was Facebook und Co über mich wissen ist relevant. Falsche Behauptungen oder Daten können sich auf den Bonitätsscore auswirken. Dies kann dazu führen, dass Ihnen beispielsweise Kredite verweigert oder nur zu höheren Zinsen angeboten werden oder Sie einen Handy-Vertrag nicht abschließen können. Eine Korrektur dieser Daten können Sie allerdings nur veranlassen, wenn Sie davon Kenntnis haben. Dieser Beitrag soll Ihnen Ihr Recht auf Auskunft erörtern und prägnant erklären wie Sie es am besten ausüben können! 

Im Erwägungsgrund 63 der DSGVO heißt es wortwörtlich:

 „Eine betroffene Person sollte ein Auskunftsrecht hinsichtlich der sie betreffenden personenbezogenen Daten, die erhoben worden sind, besitzen und dieses Recht problemlos und in angemessenen Abständen wahrnehmen können, um sich

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Die neuen Standardvertragsklauseln „SCC“ – Jetzt Umstellung notwendig?

Die EU-Kommission hat am 04. Juni 2021 die neuen Standardvertragsklauseln erlassen. Durch den Beschluss wurden die alten Klauseln endlich erneuert. Diese basierten noch auf der Richtlinie 95/45 EG. Das veraltete System berücksichtigte relevante Praxisfälle nicht. Der technologische Fortschritt machte es auch notwendig, neue Sachverhalte zu berücksichtigen. Doch was bedeutet das nun für Unternehmer? Diese und weitere Fragen werden in diesem prägnanten Blogbeitrag beantwortet. 

Was sind Standardvertragsklauseln?

Vereinfacht gesagt handelt es sich hierbei um vorformulierte Vertragsklauseln. 

Diese benötigt man immer dann, wenn personenbezogene Daten zur Verarbeitung in einem Drittland exportiert werden und keine andere Garantien vorliegen. Innerhalb der Union reicht in der Regel ein sog. Auftragsverarbeitervertrag gem. Art 28. DSGVO – kurz AVV – aus. Möchte man jedoch mit einem Geschäftspartner aus dem EU-Ausland einen AVV abschließen, gilt es einige Punkte zu

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Datenschutz bei der Social App Clubhouse

Die Audio-Plattform Clubhouse bietet Menschen in digitalen Räumen die Möglichkeit, miteinander zu diskutieren. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem in der Stimme der Nutzer, welche miteinander sprechen, Geschichten erzählen oder neue Menschen aus aller Welt kennen lernen sollen. Sie wurde 2020 vom Softwareunternehmen Alpha Exploration Co. Veröffentlicht und ist aktuell nur für iOS verfügbar. Den Zugang zur App erhält man nur durch eine Einladung – sog. Invites – eines bereits registrierten Nutzers. Aber wie schaut es aktuell mit dem Datenschutz in der Social App Clubhouse aus?

Aktuell steht Clubhouse beim Thema Datenschutz im Fokus der Behörden

Aktuell gerät die App zunehmend wegen Datenschutzbedenken in die Kritik. Die App soll unrechtmäßig Daten von Personen erheben, die die App nicht verwenden. Sie fordert den Zugriff auf die Kontaktliste des Smartphones, sobald jemand einen Invite

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Nun ist es endgültig: Der einfache Cookie-Banner ist tot.

Wer lediglich in seinem Cookie-Banner auf das Tracking des Nutzers hinweist, oder wer den Besucher darüber informiert, dass er „durch die Weiternutzung der Webseite seine Einwilligung zum Setzen von Analyse-Cookies erteilt“, muss spätestens jetzt seine Webseite anpassen!

Das Urteil des BGH v. 28.05.2020 („Cookie-Einwilligung II“) bestätigt das recht umstrittene Cookie-Urteil des EuGH v. 01.10.2020 und schafft nun endgültige Klarheit!

Ein Opt-out reicht nun nicht mehr für ein legales Tracking! Der Webseitenbesucher muss aktiv einwilligen!

Genau zwei Jahre nach Geltung der DSGVO entschied jetzt der BGH letztinstanzlich über die rechtswidrige Praxis von „Planet 49“, ein „Unterlassen“ des Webseitenbesuchers als eine Einwilligung im Sinne des Datenschutzrechts auszulegen.

Konkret ging es darum, dass der Webseitenbetreiber gerade nicht von einer Einwilligung des Webseitenbesuchers in ein Tracking ausgehen darf, wenn dieser dem Webtracking, bzw. der Webanalyse nicht aktiv widerspricht

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Home Office: 10 wichtige Tipps für Ihre nächste Videokonferenz mit den Kollegen in Zeiten von Corona

Unser Datenschutz-Knigge für Ihre nächste Videokonferenz mit den Kollegen in Zeiten von Corona zeigt Ihnen, auf welche Dinge Sie dringend achten sollten.

Die Corona-Pandemie hat auch die Konferenzkultur ganz schön verändert. Wollte man noch Anfang des Jahres eine Videokonferenz durchführen, scheiterte diese nicht schon selten daran, dass der „Videoraum“ mit einem anderen Meeting belegt war oder sich die Teilnehmer schlicht nicht mit der Technik auskannten. Heute jedoch, wo Corona die Leute geradezu zu Hause anbindet, werden fast wie selbstverständlich Videokonferenzen spontan organisiert und vom Homeoffice aus durchgeführt. 

Für sehr viele Menschen ist diese Art der Zusammenarbeit so neu, dass es immer wieder zu komischen Ereignissen kommt, so z. B. wenn einem nicht unbedingt bewußt ist, dass gerade die WebCam aktiv ist und man von allen Teilnehmern gesehen wird. Besonders lustige Szenen

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Vermeidbare Kostenfalle der DSGVO – Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten „VVT“

Die Datenschutzgrundverordnung verlangt Unternehmen einiges ab. Im Artikel 30 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nennt sie das sog. Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (kurz VVT). Ziel dieses Beitrages ist es insbesondere zu klären, wer ein Verzeichnis führen muss, was in ein Verzeichnis gehört und wie es aufgebaut ist. Des Weiteren sollen Beispiele das Verständnis vereinfachen. Damit soll ein erfolgreiches Verzeichnis nichts mehr im Wege stehen! 

Um die Einhaltung der DSGVO nachzuweisen, muss jeder Verantwortliche gemäß Art. 30  (1) DSGVO ein sog. Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten führen. In diesem Verzeichnis sind alle Verarbeitungen, bei denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, zu dokumentieren. Die Dokumentation kann entweder schriftlich oder elektronisch geführt werden. Es ist jedoch relevant, dass das Verzeichnis vollständig ist, heißt dass alle Verarbeitungstätigkeiten aufgelistet sind, damit man im Ernstfall, auf Verlangen der Behörden, die Liste

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Cybermobbing unter Kindern und Jugendlichen – Wie verhält es sich mit dem Datenschutz?

Cybermobbing ist ein zunehmendes Problem unter Kindern und Jugendlichen. Auf sozialen Medien wie Whatsapp, TikTok oder YouTube ist das Verbreiten von Gerüchten, das ungefragte Teilen von Fotos anderer oder das öffentliche Herabwürdigen keine Seltenheit mehr. Einer Studie zufolge hat sich Cybermobbing um 36 % gegenüber 2017 gesteigert. In Deutschland sind fast zwei Millionen Kinder und Jugendliche betroffen. Während das Problem rasant steigt, wissen die Eltern aber oftmals nicht um das Leid Ihrer Kinder. Einem nicht unwesentlichen Teil der Eltern ist nicht bekannt, dass ihr eigenes Kind von Cybermobbing betroffen ist. Während Cybermobbing früher allem in Haupt- und Realschulen stattfand, findet es sich mittlerweile auch in Grundschulen. Die Gründe für Mobbing sind vielfältig, meistens sind die Mobber jedoch der Ansicht, dass der Gemobbte es schlicht nicht anders verdient hat. Über die

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Datenübermittlung in Drittländer

Wenn Sie im Unternehmen mit Datenschutz zu tun haben, werden Sie sicherlich schonmal über das Thema Datenübermittlung in ein Drittland gestoßen sein. Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung der Unternehmensprozesse verbleiben personenbezogene Daten häufig nicht in der EU, sondern müssen auch an Drittländer übermittelt werden, sei es an eine im Drittland ansässige Tochtergesellschaft oder an einen beauftragten Dienstleister mit Drittlandbezug.

Gleichwertiger Schutz in Drittländern ist Voraussetzung

Mit der Entscheidung in der Sache „Schrems II“ (Urteil vom 16.07.2020, AZ: C-311/18) hat der EuGH klargestellt, dass personenbezogene Daten von EU-Bürgern nur dann an Drittländer außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes übermittelt werden dürfen, wenn sie in diesem Drittland einen im Wesentlichen gleichwertigen Schutz genießen wie in der EU. Dabei wurde das sog. Privacy Shield, eine Vereinbarung über den Datenaustausch zwischen Europa und den USA, (EU-Durchführungsbeschluss 2016/1250) für unwirksam

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Datenschutz: Kontaktnachverfolgung in Restaurants und Gaststätten

Sind Restaurant- und Gaststättenbesuche nur noch möglich, wenn man seine Daten weitergibt? In diesem Blobeitrag spreche ich über das sensible Thema „Kontaktnachverfolgung in Restaurants und Gaststätten“.

Die Eindämmungsverordnungen der Länder gegen die Verbreitung von Corona (SARS-CoV-2) verlangen von den Gastronomiebetrieben ein „geeignetes Verfahren“ zur Kontaktnachverfolgung oder empfehlen diese zumindest „dringlich“ (wie in Berlin).

Die Freude über den Gaststättenbesuch wird schnell getrübt, wenn der Wirt die Kontaktdaten von seinem Gast erheben möchte. Dies rührt daher, weil der Gastwirt mit den Lockerungen der Maßnahmen gegen die Eindämmung der Corona-Weiterverbreitung, dem Lockdown, mit entsprechenden Auflagen versehen sind. Diese Auflagen sollen – wie in diesem Fall – eine gewisse Kontaktnachverfolgung erlauben, wenn sich ein auf COVID19 positiv Getesteter ebenfalls im Restaurant aufgehalten haben sollte.

Wie verhält man sich nun als Betroffener bei der Kontaktnachverfolgung in Restaurants und Gaststätten,

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Wie stelle ich die richtigen Fragen an einen Datenschutzbeauftragten?

In unserem 1. Teil der Reihe „Die Zusammenarbeit mit einem externen Datenschutzbeauftragten“ geht es um das Thema, wie stelle ich die richtigen Fragen an einen Datenschutzbeauftragten und bekomme dadurch die besten Antworten.

Kennen Sie diese Situation? Sie beschleicht ein ungutes Gefühl, Sie sind sich unsicher bei der Verarbeitung von Kundendaten oder haben einfach keine Lust, sich „wegen Datenschutz anzählen“ zu lassen…

Also beschließen Sie sich, einen Experten aufzusuchen, der sich mit dem Thema „Datenschutz“ auskennt. Vielleicht gehören Sie zu den Glücklichen, die einen Datenschutzbeauftragten in ihrem Unternehmen benannt haben. Dann haben Sie einen direkten Ansprechpartner. 

Aber unabhängig hiervon gilt es, die richtigen Fragen stellen zu können. Denn die Qualität der Antwort hängt immer noch von der Qualität der Frage ab. So bewahrheitet sich auch hier die alte Weisheit: Wichtiger als die richtige Antwort

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