Sind Google, Microsoft und Co. wirklich „sicher“?

Luc Mader
4 min.

Wenn mit Sicherheit der Verlust ihrer Daten gemeint ist oder der unerlaubte Zugriff auf Ihre Daten durch einen kriminellen Hacker, dann ist diese Frage eindeutig mit “ja“ zu beantworten. Es arbeiten eine ganze Schar der besten Entwickler für diese Firmen. Doch arbeiten Google, Microsoft und Co. wirklich daran die Daten Ihrer Kunden „sicher“ zu verwahren?  
Alles kostenlos? Oder kosten die Dienste von Google und Co. einfach nur kein Geld?

Alleine 1. Quartal 2016 lagen die Forschungsausgaben des Internetunternehmens Google aus Kalifornien bei rund 3,4 Milliarden US-Dollar. Microsoft investierte im Jahre 2015 rund 12 Milliarden US Dollar in Forschungs-Projekte. Wo kommt dieses ganze Geld eigentlich her? Abgesehen von Geschäftskunden und größeren Einrichtungen werden die Cloud-Dienste doch „kostenlos“ angeboten? Leider ist kostenlos nicht möglich und daher irreführend!

Zu Beginn des Internets und der globalen Vernetzung, wurden sämtliche Dienste kostenlos angeboten, da einfach noch kein Markt dafür bestand und die Angebote noch zu unausgereift waren, um dafür Geld zu verlangen. Es war auch noch nicht wirklich üblich, für ein nicht materielles Produkt etwas zu bezahlen. Damit wurde der Grundstein für die „alles umsonst“ Mentalität im Web gelegt, die sich bis heute in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Dadurch sahen sich die Unternehmen von Beginn an dazu gezwungen, ihre finanziellen Mittel immer indirekt zu beschaffen und nicht über die Produkte selbst. Mit der Zeit hat sich dann gezeigt, dass diese indirekte Beschaffung viel höhere Gewinne abwirft als es jemals mit der direkten Vermarktung der Dienstleistungen möglich wäre.

Heute stellen die Daten der Nutzer eine der wertvollsten „Ressourcen“ unserer Zeit dar, daher geht auch ein überragender Anteil der Forschungs-Gelder, direkt oder indirekt, in die immer perfekteren Techniken zur Beschaffung und Auswertung dieser personenbezogenen Daten. Hier nur ein kleiner Auszug aus AGB von Microsoft:

„Schließlich greifen wir auf persönliche Daten inklusive Ihrer privaten Inhalte (wie die Inhalte Ihrer E-Mails in Outlook.com oder Dateien in privaten Ordnern auf OneDrive) zu, legen sie offen und bewahren sie auf, wenn wir in gutem Glauben annehmen, dass dies notwendig ist……..“

Wie kann man sich vor dem Datensammeln schützen?

Das Stichwort heißt Verschlüsslung. Datenschutzgesetze sind wichtig, haben uns und unsere Daten aber in den letzten Jahren nicht vor illegaler Massenüberwachung geschützt. Daher ist es notwendig, sich nicht nur juristisch mit Gesetzen zu schützen, sondern vor allem kryptographisch! Wir sollten unsere Daten also im besten Falle niemandem anvertrauen müssen und im guten Glauben hoffen, dass sich das entsprechende Unternehmen schon an die geltenden Gesetze halten wird. Es ist eigentlich wie überall, es wird alles gemacht, was technisch geht! Gesetze können und werden umgangen, gerade von den großen Unternehmen, die über die nötigen Mittel verfügen, um Einfluss und Druck auf die Politik auszuüben.

Sicherheit durch Transparenz

Bietet Ihnen ein kommerzielles Unternehmen einen „kostenlosen“ Dienst an, dann sind Sie nicht der Kunde sondern das Produkt! Seriöse Cloudanbieter können Ihre Services nicht kostenfrei anbieten, da sie Ihre persönlichen Daten nicht verkaufen und werbefrei sind. Für den Schutz Ihrer Daten sollte darüberhinaus ausschließlich Software zum Einsatz kommen, die Sie bei Interesse kontrollieren (lassen) können. Nur der konsequente Einsatz von Open Source Software bietet wirkliche Sicherheit!

Sind Sie schon Kunde, oder noch das Produkt?

Das berliner Unternehmen „luckycloud“ kombiniert zwei wichtige Funktionen miteinander: Cloudspeicher und E-Mails, dabei hat sich das junge Start-Up zur Kern-Aufgabe gemacht, werbefreie und sichere Cloud-Dienste anbieten zu können.

Um es anschaulich zu beschreiben: luckycloud verfolgt im übertragenen Sinne einen Clean-Eating-Ansatz, ohne jegliche Zusätze! Das bedeutet, dass luckycloud sich zu 100% auf das Kerngeschäft konzentriert – Sichere Datenspeicherung und sichere Emails!

Was ist luckycloud?

luckycloud ist eine Filesync- Storage und Sharelösung für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen, die nicht riskieren wollen, dass sensible Daten bei gewinnmaximierenden Cloud-Anbietern, international verstreut werden. luckycloud integriert sich nahtlos in eine existierende IT-Infrastruktur und ist plattformübergreifend einsetzbar. Es können Dateien und Ordner für andere freigegeben oder geteilt werden. Darüber hinaus können ganz einfach Gruppen gebildet werden, um gemeinsam an Projekten und Dokumenten zu arbeiten und sich im live Chat darüber auszutauschen.

Was ist das besondere an luckycloud?

luckycloud ist nicht nur auf den Browser beschränkt! Die wirkliche power entfaltet sich erst mit Einsatz der Desktop- und Mobil-Clienten, welche für alle gängingen Plattformen zu Verfügung stehen (Linux, MAC, Windows, Android, IOS). Damit ist es möglich, wirklich Ende-zu Ende verschlüsselt Daten in die Cloud zu syncronisieren, da die Verschlüsselung bereits im Clienten und nicht erst auf dem Server berginnt! Das bedeutet, die Daten sind zu keinem Zeitpunkt unverschlüsselt im Internet unterwegs, was ein Mithören unmöglich macht!

Das ist besonders für sensible Geschäftsdaten interessant und für Arbeitsgruppen. Hier mal ein kleines Beispiel: Wenn Sie und ein Mitarbeiter einen gemeinsamen Ordner auf luckyckloud hätten und diesen mit dem Sync-Clienten mit einem lokalen Ordner auf dem Heim-Rechner verbunden hätten, müssten Sie nur eine Datei dort hinein legen und Sekunden später hätten alle Mitglieder diese Datei auf Ihrem Endgerät  liegen! Damit können auch ganze Datenbestände gesichert werden!

Im persönlichen Bereich (Dashboard) können Einstellungen vorgenommen werden, um luckycloud an die jeweiligen Anforderungen anzupassen. Dazu erhält jeder Benutzer eine E-Mail Adresse mit PGP verschlüsseltem Webmailing, bei luckycloud liest garantiert niemand mit! Es können Bibliotheken und Ordner mit einem Passwort verschlüsselt werden, dieser Schlüssel wird dabei niemals auf dem Server gespeichert. Damit haben nicht einmal die Administratoren von luckycloud Zugriff auf die Dateien.

Was bietet luckycloud

Die Funktionen von luckycloud lassen sich wie folgt gliedern:

  • luckyStorage
  • luckyMail
  • luckyCollege

luckyStorage bietet die Möglichkeit, Dateien Ende-zu-Ende verschlüsselt in die Cloud auszulagern. Geräte und Ordner können plattformübergreifend automatisch mit luckycloud synchronisiert und global geteilt werden. Benutzer können in Gruppen zusammenarbeiten und dieser Gruppe Ordner freigeben. Der luckyStorage Bereich basiert auf dem open SorceCode von Seafile.

Durch luckyMail bekommt der User auf allen Geräten Zugriff auf einen soliden Webluckymailer mit PGP-Unterstützung. Die E-Mails können entweder über die Webseite oder über IMAP/POP3 abgerufen werden. Die Mailserver von luckyMail sind ebenfals Eigentum von luckycloud und werden auch selbst administriert.

luckyCollege ist eine Produktivitäts-Plattform für Studierende. Über die Webseite von luckycloud sind Studierenden in der Lage, miteinander zu interagieren und auf diese Weise ihre Produktivität zu steigern. luckyCollege bietet umfangreiche Materialsammlungen folgender Universitäten an:

  • Technische Universität Berlin (TU)
  • Beuth Hochschule Berlin (BE)
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Cloud-Diensten bisher sammeln können?  Ich bin auf Ihre Kommentare gespannt!

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Bildquelle

Pixabay (CCO Public Domain)

Dies ist ein Gastbeitrag von Hrn. Luc Mader.

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Über den Autor

Luc Mader ist luckycloud Gründer und CEO.

3 Comments

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  • Vielen Dank für den guten Bericht. Ich habe mir einen Account bei luckycloud erstellt und muss sagen bin wirklich überrascht wie einfach und gut dieser Cloudspeicher ist! Gibt’s schon andere Erfahrungen? Weiter so!

    Christoph Klein 1 Jahr ago Reply


  • Die Überschrift macht neugierig, aber am Ende ist es dann eher Werbung für ein Konkurrenzprodukt 🙁
    In gedruckten Medien müsste das deutlich als Werbung markiert werden.

    Heiko Schulz 1 Jahr ago Reply


  • Hallo Heiko,

    danke für Deinen Kommentar und die Aufmerksamkeit!

    Es liegt in der Natur von Blogs und Gastbeiträgen, dass dort die persönliche Meinung der Autoren über bestimmter Produkte oder Themen ausgedrückt werden können.

    Wenn man das Thema Verschlüsselung, Datenschutz und Transparenz wirklich ernst nimmt und versteht, kenne ich wenige Konkurrenzprodukte zu luckycloud.
    Viele unserer Kunden kommen ja von den etablierten Cloud-Anbietern und sind sehr froh, dass es luckycloud gibt!

    Dürfte ich erfahren, welches „Konkurrenz-Produkt“ Sie entwickelt haben? Man kann ja immer voneinander lernen und wir schätzen den Austausch unter Kollegen außerordentlich!

    Luc mader 1 Jahr ago Reply


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