Cybermobbing unter Kindern und Jugendlichen – Wie verhält es sich mit dem Datenschutz?

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Cybermobbing ist ein zunehmendes Problem unter Kindern und Jugendlichen. Auf sozialen Medien wie Whatsapp, TikTok oder YouTube ist das Verbreiten von Gerüchten, das ungefragte Teilen von Fotos anderer oder das öffentliche Herabwürdigen keine Seltenheit mehr. Einer Studie zufolge hat sich Cybermobbing um 36 % gegenüber 2017 gesteigert. In Deutschland sind fast zwei Millionen Kinder und Jugendliche betroffen. Während das Problem rasant steigt, wissen die Eltern aber oftmals nicht um das Leid Ihrer Kinder. Einem nicht unwesentlichen Teil der Eltern ist nicht bekannt, dass ihr eigenes Kind von Cybermobbing betroffen ist. Während Cybermobbing früher allem in Haupt- und Realschulen stattfand, findet es sich mittlerweile auch in Grundschulen. Die Gründe für Mobbing sind vielfältig, meistens sind die Mobber jedoch der Ansicht, dass der Gemobbte es schlicht nicht anders verdient hat. Über die Ausmaße ihres Handelns sind die Mobber sich nicht bewusst. Denn beinahe ein Vierteil der Mobbing-Opfer hatten bereits Suizid-Gedanken. Zudem kommt der Konsum von Alkohol und Tabletten dazu.

Datenschutzrechtlich problematisch wird es, wenn Kinder und Jugendliche nicht frühzeitig den Umgang mit personenbezogenen Daten lernen. Cybermobbing ist zweifelsfrei auch ein datenschutzrechtliches Thema, etwa dann, wenn persönliche Informationen wie z.B. Krankheiten oder Adressdaten preisgegeben werden oder Fotos der Betroffenen wahllos an andere geschickt werden. Die Kinder und Jugendlichen begehen hier bereits umfassende Datenschutzverstöße, ohne sich über die Reichweite bewusst zu sein, ohne echte Konsequenzen fürchten zu müssen.

Es muss stärker auf diese Themen geachtet werden

Folgen keine Konsequenzen aus dem Mobbing, so steigt also das Risiko, später Datenmissbräuche zu begehen. Die Eltern sind daher in der Pflicht, sich zu informieren und ihre Kinder frühzeitig über den Umgang mit sensiblen Daten vertraut zu machen, um die Konsequenzen aufzeigen zu können. Nicht zuletzt müssen auch die Schulen ihre Beratungsangebote ausweiten und das Thema Datenschutz in den Schulalltag integrieren und für das Thema zu sensibilisieren.

Ob die Abwärtsspirale hinsichtlich Cybermobbings jedoch aufgehalten werden kann, ist stark zu bezweifeln. Wie kann diese Entwicklung wirksam aufgehalten werden? Was ist Ihrer Meinung nach zu unternehmen, um die Betroffenen vor Cybermobbing zu schützen und Täter angemessen zu sanktionieren?

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Über den Autor

Mein Name ist Julius S. Schoor. Ich bin Rechtsanwalt und spezialisiert auf IT-Vertragsrecht. Seit 2011 bin ich als Datenschutzbeauftragter TÜV-zertifiziert und bereits für mehrere Unternehmen als solcher offiziell bestellt.

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