So einfach geht Datenschutz: E-Mail-Verschlüsselung unter macOS in nur vier Schritten

1 min.

Das Rezept zu sehr viel mehr Sicherheit für die eigenen E-Mails klingt zunächst ziemlich simple: Eine E-Mail, zwei Schlüssel (einer beim Absender, der andere Key beim Empfänger) – fertig. Doch leider gibt es einen Grund warum sich dieses Verschlüsselungsverfahren, welches bereits seit mehr als 20 Jahren existiert, erst in den letzten Jahren durchsetzt. Bis vor einiger Zeit waren noch 40 Schritte nötig, bis eine sichere E-Mail Kommunikation über PGP möglich wurde. Gleichwohl ist es mittlerweile sehr viel einfacher geworden die E-Mail-Verschlüsselung in macOS Betriebssysteme zu integrieren. Hierfür anbei eine anschauliche Anleitung, die mit Bildschirmfotos durch die nötigten Schritte führt.

zuletzt am 3.10.2018 aktualiert. (GPG Suite für macOS 10.14 Mojave)

1. Installation von „GPG Suite“

Zunächst benötigen Sie die GPG Suite, um Ihre E-Mails mit AppleMail verschlüsseln zu können.

Öffnen Sie hierfür https://gpgtools.org und klicken Sie den Download-Button.

Download-Datei anklicken.

„Install“-Button klicken.

Anschließend beginnt der Installationsvorgang auf Ihrem Mac.

Folgen Sie nun den Installationsanweisungen und klicken Sie auf „Fortfahren“.

2. Eigenen Schlüssel erstellen

Nach der erfolgreichen Installation öffnet sich folgendes Fenster

Tragen Sie nun bitte Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse ein.

Aktivieren Sie anschließend das Feld „Öffentlichen Schlüssel hochladen“ und tragen Sie unter dem Feld „Passphrase“ Ihr selbst ausgedachtes sicheres Passwort ein und bestätigen es abschließend.

Jetzt klicken Sie auf „Schlüssel erstellen“.

Ihr Schlüssel wurde nun erstellt.

3. Schlüssel des E-Mail-Empfängers suchen

Bevor Sie eine E-Mail an eine andere Person verschlüsselt versenden können, öffnen Sie GPG Keychain, klicken Sie auf Schlüssel suchen und geben Sie den Namen des zukünftigen Empfängers der E-Mail ein und laden Sie dessen Schlüssel herunter.

4. Und los geht es!

Ihre erste verschlüsselte E-Mail kann versendet werden.

Einfach vorher das Schloss aktivieren, den gewünschten E-Mail-Text verfassen und versenden.

Ab sofort kommunizieren Sie verschlüsselt.

Update vom 3. Oktober 2018
Rechtzeitig zum jüngsten Mac-Betriebssystem-Update (macOS 10.14 Mojave) hat GPGTools das Open-Source-Projekt GPG Suite die Version 2018.4 veröffentlicht. Das enthaltene Plugin GPG Mail ist damit  kompatibel zum neuen Apple-Betriebssystem. Das Signieren, Verschlüssel und Verifizieren erfordert allerdings den sog. “GPG Mail Support Plan”, der nun erstmals zum Preis von 23,80 Euro angeboten wird und alle Updates für GPG Mail 3 abdecken soll sowie Support und Hotfixes enthält. Die GPG Suite lässt sich weiterhin kostenlos einsetzen, Nutzer müssen dafür bei der Installation das Mail-Plugin ausklammern.

Fazit

Es geht nicht um jede E-Mail.

Nicht um jeden belanglosen Inhalt.

Es geht ums Prinzip.

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Titelbild (CCO Public Domain)

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Über den Autor

Mein Name ist Julius S. Schoor. Ich bin Rechtsanwalt und spezialisiert auf IT-Vertragsrecht. Seit 2011 bin ich als Datenschutzbeauftragter TÜV-zertifiziert und bereits für mehrere Unternehmen als solcher offiziell bestellt.

2 Kommentare

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  • Hallo Julius,
    ich verstehe dein Update nicht. WIe kann ich denn mit der Suite unter Mojave kostenlos Emails verschlüsseln, wenn ich das Plugin nicht nutzen kann? Wäre sehr dankbar für einen Tipp.
    VG
    Georg

    Georg 4 Monaten ago Reply


    • … in der Zwischenzeit haben die Entwickler der GPG-Suite die Lizenz umgestellt und verlangen nunmehr eine – wie ich meine – sehr moderate Lizenzgebühr. Und vor allem: Sie ist einmalig. Also kein nerviges Abosystem. Für die Leistung, die die Suite hat, finde ich das Angebot recht fair. Derzeit ist mir tatsächlich kein kostenfreies Tool bekannt, welches sich so einfach bedienen lässt und vor allem einen entsprechenden Support bietet.

      julius-admin 3 Wochen ago Reply


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